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Dieser Blogeintrag ist in Zusammenarbeit mit Donat Blum und für eine Weiterbildung des Verbands Autor*innen der Schweiz entstanden

Tendenziell haben nicht wenige Autor*innen (gefühlt) immer noch ein etwas verknorztes Verhältnis zu Social Media. Die distinguierte Abgrenzung zum Pöbel und dessen Spässen und Palaver konnte sich ‘die Kultur’ insofern vergleichsweise lange leisten, weil sich die Vermittlungsformate und Förderstrukturen nur sehr schleppend an ‘die Digitalisierung’ anpassten, respektive anpassen mussten.

Das ist mit der wichtigste Grund, weshalb ich von ‘der (statischen) Kultur’ in ‘die (dynamischen) Medien’ wechselte — auch wenn es im Journalismus immer noch Menschen gibt, die gegenüber dem Web ähnliche Vorbehalte…


Meine Bubble ist kaputt. Deshalb versuchte ich in Clubhouse mit fremden Menschen eine Regenbogen zu bilden — und noch einiges mehr.

Zuerst folgt ne kurze Herleitung. Wer direkt zur Liste mit den Experimenten durchscrollen möchte, startet beim 🌈

Es ist immer noch schwierig zu erklären, was den Reiz von Clubhouse ausmacht — abgesehen von der Verknappung des Angebotes. Die ersten Beschreibungen, die die Runde machten, schreckten mich ab. Es soll vor allem eine App für die Podcast-Bubble sein, hiess es da und dort.

Weil ich überhaupt kein Podcast-Hörer bin, liess ich deshalb die App erst mal links liegen. …


Drei Menschen sagen ihre geplante Rede für eine Veranstaltungsreihe im ‘Karl der Grosse’ ab. Ein an ihrer Stelle eingeladener Zürcher Musiker unterstellt ihnen ‘Cancel Culture’.

Das ‘Karl der Grosse’ ist ein Gastro- und Kulturbetrieb des Zürcher Sozialdepartements, der in erster Linie ein Ort für Diskussionen und Debatten sein möchte. Im vorliegenden Fall findet leider keine (Meta-)Debatte statt, weshalb ich diesen Beitrag verfasse.

So weit ich die beteiligten Menschen kenne, schätze ich sie und ihre Haltungen und ihr Wirken grösstenteils sehr. In der Sache erlaube ich mir trotzdem, eine relativ klare Meinung zu vertreten. Beim Verfassen dieses Beitrages nahm ich mit niemandem Rücksprache. …


Im Prinzip bräuchten wir ein Grundeinkommen. Das haben wir leider noch nicht. Und weil sich die Stadt nicht um die Clubkultur schert, müssen wir uns selber helfen.

«Affenhitze und Wespenplage» — so wurde der Sommer 2017 von einer Schweizer Boulevard-Newsseite zusammengefasst. Im besagten Sommer geschah jedoch auch noch etwas, das International mehr Wellen schlug als hierzulande: Der Zürcher Techno wurde in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Schweiz aufgenommen. Damit zählt er gemäss der UNESCO zu den 199 bedeutenden Formen des Schweizer Kulturerbes.

Dieser Beitrag ist zuerst auf www.ausgebenstattausgehen.ch erschienen

Andere Tourismusregionen würden sich um solche Auszeichnungen reissen und sie…


Ein Panel am #JourTag19

Wegen dem Medienwandel gibt es (fast) keine Schriftsetzer’innen mehr. Ereilt nun den Journalist’innen dasselbe Schicksal? Es ist nicht vergleichbar, aber …

Auf dem Weg an den #JourTag19 machte ich folgenden Retweet:

Sind Wissenschaftler’innen (die besseren) Journalist’innen 🤔

Und vor ein paar Tagen diesen:

Sind “Kommunikatiönler’innen” von Kantonsverwaltungen (die besseren) Journalist’innen 🤔

Schon länger bekannt ist zum Beispiel:

Ist auch das Institut einer Universität 1 Medienmarke 🤔

Oder:

Haben Fakten eine Bias, wenn sie von einer bestimmten Marke verbreitet werden 🤔

Oder neuerdings auch:

Dieses Beispiel möchte ich gerne etwas ausführlicher reflektieren.

Ich interessiere mich für…


Noch nie in der Menschheitsgeschichte gab es 1 grössere globale Völkerverständigung als auf Tik Tok.

Was vor zehn Jahren mit dem Meme “Planking” gefühlt Monate brauchte, um in verschiedenen Teilen der Welt Nachahmer’innen zu finden, überschlägt sich heute Tag für Tag auf Tik Tok.

Hier vollzieht sich auf Witz- und Meme-Ebene, was Wolfgang Blau auf Sprach- und Textebene durch automatische Übersetzung erwartet: Im Prinzip wird das Netz erst dann als World Wide Web seine Wirkung entfalten können, wenn sich alle verstehen.

Natürlich gibt es auf Tik Tok auch nationalistische Tendenzen oder Challenges, die die Herkunft oder den Nationalstaat betonen. Aber in den letzten Jahren haben solche Inhalte eh schon überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit erhalten. …


Greenscreen Studio im wetube Space

Vor ziemlich genau einem Jahr publizierte ich hier auf Medium ein Listicle mit dem Titel:

Ein zeitgemässer Service Public in (vorerst) 13 Punkten (Radio & TV sind nicht dabei)

Was ich damals ausblendete, hole ich mit diesem Artikel nach: Die lokale Verankerung, respektive das Angebot und den Austausch im so genannten „Real Life“.

In einem Punkt kann ich jedoch direkt beim Listicle von damals anknüpfen: Auch die Idee des wetube Space, den RSI vor kurzem eröffnete, hat Referenzen zur frühen Web-Kultur.

Er erinnert an die Maker-Spaces und FabLabs, die ende 90er- und anfangs Nuller-Jahren in jeder grösseren Stadt wie Pilze…


Was ist schon das «Real Life»?! Für meine Kinder (11/14) zählt alles zum RL — ob sie nun Gamen, Chatten oder in die Schule gehen. Als digital Immigrant muss ich mich jedoch überlisten, um in meiner Denke die Unterscheidung zwischen «real» und «virtuell» zu löschen. Dazu dienen solche Gedankenspiele:

Seit ich weniger auf Facebook poste und mich wieder öfters an das Aufkommen des Internets erinnere, beginne ich nachzudenken, was ich sonst noch gelernt habe und machen könnte. …


Letzthin teilte ich auf Facebook diesen Post:

In den Kommentaren fragte einer: «hast du gewonnen?»

Worauf ich entgegnete: «ganz viele ❤️»

Normalerweise teile ich auf Facebook zwanzig bis dreissig Posts pro Tag. Im Moment sind es nur rund deren fünf. Wobei ich da auch diejenigen dazu zähle, die ich auf Plattformen teile, die mit Facebook verknüpft sind — vornehmlich Instagram.

Auf Facebook bin ich inzwischen wohl rund elf Jahre. Mein erster Account wurde nach etwa vier Jahren gesperrt. Wegen Nacktheit. ¯\_(ツ)_/¯

So gesehen hatte ich es schon früh durchgespielt.

Das war damals aber noch lange nicht alles.

Eine zeitlang…


«#medienkompetenz erkennen wir heute daran, dass nicht aufs gezeigte geschaut wird.» Stefan M. Seydel — Quelle (Tweet mit GIF) ganz unten

Die Kidz sind online oft viel versierter und kompetenter als die meisten, die aktuell propagieren oder darüber brüten, an den Schulen das Fach Medienkompetenz einzuführen.

Trotzdem erachte ich es als sinnvoll, den kritischen Umgang mit den unterschiedlichsten Medien zu fördern (dass dies nicht nur an Schulen, sondern ganz allgemein vonnöten wäre, ist nochmals ne andere Diskussion)

In einem anderen Beitrag auf Medium machte ich bereits einen Vorschlag, wie dies relativ einfach innerhalb des bestehenden Unterrichts zu bewerkstelligen wäre: Wenn nämlich Computer und Smartphone selbstverständlicher Teil des Unterrichts wäre, dann liesse sich bei deren Einsatz — beiläufig aber wirkungsvoll — alles…

philipp meier

teilzeit community developer @swissinfo.ch, teilzeit beratung, ehem. SM editor/curator @watson.ch, NachtStadtrat Zürich, ex-direktor cabaret voltaire

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